{"id":155,"date":"2019-01-18T09:14:44","date_gmt":"2019-01-18T09:14:44","guid":{"rendered":"http:\/\/4elemente.ch\/?page_id=155"},"modified":"2020-05-13T05:34:36","modified_gmt":"2020-05-13T05:34:36","slug":"mathe-symbolik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/4elemente.ch\/?page_id=155","title":{"rendered":"Mathe-Symbolik"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-0 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p>Mathe &#8211; Symbolik<br> auch hier, wie bei der 4-Elementen-Lehre geht es um Unterscheidungskraft, um Differenzierungsf\u00e4higkeit, um die Fantasie den Reichtum an Metaphern, Ebenen und Feinheiten zu sehen.<br> Fangen wir unten an, bei Null. Mathematiker sagen: &#8222;Null ist keine Zahl&#8220;. Das ist relativ richtig. Null ist nichts, vielleicht. Aber der Abstand zwischen zwei Zahlen ist auch nichts, sogar noch mehr nichts! Und doch gibt es da einen grossen Unterschied. Darum bekommt die Null ein eigenes Symbol. Die neun Ziffern gab&#8217;s schon Jahrtausende, aber das Symbol f\u00fcr Null wurde erst etwa im 7. Jahrhundert in Indien erfunden. Vorher verwendete man f\u00fcr Null einfach einen Abstand, eine L\u00fccke. Heute w\u00fcrde man sagen einen Leerschlag. Was nat\u00fcrlich zu Verwechslungen f\u00fchrte. <br> Beim Dezimalsystem gibt es ja den Stellenwert: Einer, Zehner, Hunderter, usw. Und die neun Ziffern sind dazu da, festzulegen, wieviel in jeder Stelle drin ist. Die Null ist eine sehr praktische Sache. Sie bezeichnet, dass bei einer mehrstelligen Zahl eben an einer Stelle nichts ist. <br> Null ist eine Bezeichnung, genauso, wie jede andere Ziffer eine Bezeichnung ist. Also kann man sagen, Null ist keine Zahl, aber Null ist eine Ziffer.<br> Null ist nicht nichts. Null ist wenig, unendlich wenig. Jaa &#8211; Null ist das Spiegelbild von unendlich. Null ist eine Bombe!! Wenn man anf\u00e4ngt mit Null zu operieren: geteilt durch Null, multipliziert mit Null. Ja dann merkt man, dass Null nicht nichts ist. Erst recht, wenn man eine Null hinter eine 7 stellt. Dann wird aus der 7 eine 70. Mamma mia!! Was doch die Null f\u00fcr eine Macht hat. Mamma mia!!<br> Nun kommen wir zur Eins. Also &#8211; wenn die Null etwas ganz anderes ist, als eine Zahl, dann gilt das auch irgendwie f\u00fcr die Eins. Eins ist die G\u00f6ttin. Eins ist die Mutter aller Zahlen. Die Mathematiker sind sich zum Beispiel uneins \u00fcber die Frage, ob die Eins eine Primzahl sei. Eben weil die  Eins so speziell ist. Alles kann in seine Bestandteile zerlegt werden. Die 7 kann in 7 Teile zerlegt werden. Die 7 kann durch eins geteilt werden. Aber hier sollte meine Schreibe \u00fcber die Eins aufh\u00f6ren. Wenn man die 7 zerhackt, dann ist sie nicht mehr die 7. Die Ganzheit wird zerst\u00f6rt. <br> Eins ist die Einheit. Nehmen wir den Schweizerfranken. Alle Schweizerfranken, die es rund um die Welt gibt, sind zusammen die Einheit &#8222;Schweizerfranken&#8220;. Aber auch dieses kleine Ding da, der Ein-Fr\u00e4nkler ist der Schweizerfranken. Auch der ist die Einheit. Das ist wie Theologie: Gott ist alles in allem, Gott ist das Ganze. Aber Gott ist auch im kleinsten St\u00e4ubchen. Kaum zu glauben: Der ganze grosse Gott ist im kleinsten At\u00f6mchen enthalten, so wie auch der ganze Mensch im Kern jeder Zelle enthalten ist. <br> Das ist zu gross zum Denken!! Gehen wir lieber zur 2. Auch die 2 ist etwas ziemlich Anderes als all die Zahlen. Die Zahlen sind die breite dumme Masse. Nein, die 2 ist etwas Anderes, etwas Besonderes. Durch die 2 kommt die Teilbarkeit in die Welt. 1 und 1 isch 2. Durch die 2 kommt eine Einteilung in die Welt: gerade und ungerade Zahlen. Sie ist die Mutter aller geraden Zahlen. Pytagoras hat gesagt: &#8222;Die geraden Zahlen sind weiblich, die ungerade sind m\u00e4nnlich&#8220;. Durch die 2 wird die Welt lebendig.<br> Die 3 ist ein Delta, ein Dreieck. Du kannst dir das aufrechte Dreieck vorstellen. Zwei Ecken unten eine oben. An den beiden Ecken sind zwei Naturkr\u00e4fte, z. B. Frau und Mann. Die funktionieren unbewusst miteinander. Die 3 steht ausserhalb, schaut zu, probiert zu verstehen. Sie ist das Bewusstsein. Die 2 ist ein Gefangensein in der Polarit\u00e4t, im Dualismus. Die 3 ist ein Dr\u00fcberstehen, eine Vermittlung. Auch durch die 3 kommt etwas ganz Neues, etwas ganz Anderes in die Welt. <br> Die 4 ist die erste &#8211; ganz gew\u00f6hnliche &#8211; gerade Zahl. Erst jetzt f\u00e4ngt es an mit dieser Unterscheidung. Durch 1 teilen ist sehr ungewohnt, sehr unbekannt. So ist die 4 die erste teilbare Zahl, die erste Zahl, die sich einf\u00fcgt in eine schon bestehende Ordnung, in eine Reihe, die 2-er-Reihe. Sie ist gef\u00fcgig. Und die 4 steht in Verbindung mit dem rechten Winkel. 4 rechte Winkel geben zusammen den ganzen Kreis. Das Kreuz, das Quadrat sind rechtwinklig. Und alle Messungen des Raumes und der Fl\u00e4che kommen um den rechten Winkel nicht herum. Die Dimensionen stehen immer rechtwinklig zu einander. Die Landvermessungen finden in Koordinaten statt. Alles ist kariert. Darum geh\u00f6rt die 4 zum Element Erde  .<br> Die 5 ist die erste, aus der man einen Stern machen kann. Wenn du auf einer Kreislinie drei Punkte fixierst, kannst du ein Dreieck hineinzeichnen. Du kannst keinen Punkt \u00fcberspringen. Mit der 4 gibt&#8217;s ein Viereck oder ein Kreuz. Bei der 5 ist ein Stern m\u00f6glich. <br> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/4elemente.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/5-Zack-mit.png\" alt=\"\"\/><figcaption>  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/4elemente.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/5Zack-Mensch.png\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><br> Hier gibt es ein v\u00f6llig neues Ph\u00e4nomen: Die rote und die blaue Linie sind im Verh\u00e4ltnis des goldenen Schnittes. Wenn Du eine Zahlenreihe machst, bei der du die letzen zwei zusammenz\u00e4hlst und diese neue Zahl hinten hin schreibst, und so immer weiter, z. B. 2 3 5 8 13 21 34 55, dann n\u00e4hern sich die zwei Zahlen immer mehr dem Verh\u00e4ltnis des goldenen Schnittes an \u00e0 1:1,618\u2026<br> Auch geh\u00f6rt die Zahl 5 zum Menschen. Wenn man den Kopf zu den Extremit\u00e4ten z\u00e4hlt, dann haben wir 5 davon. Und wir haben 5 Finger an der Hand, f\u00fcnf Zehen am Fuss. So ist die 5 zur Urmutter unseres Dezimalsystems geworden.<br> So wie die 4 verbunden ist mit dem rechten Winkel und die 5 mit dem goldenen Schnitt, so ist die 6 mit dem Kreis verbunden. Du kannst den Kreisradius 6 mal auf der Kreislinie abtragen. <br> Und Pytagoras hat gesagt, dass die 6 die erste harmonische Zahl ist. Wie kommt er dazu? Durch die Teilersumme. Z\u00e4hlt man alle Zahlen zusammen, durch die sich eine Zahl teilen l\u00e4sst, so erh\u00e4lt man die Teilersumme. 2 ist nur durch 1 teilbar, 3 ebenfalls, 4 ist durch 1 und durch 2 teilbar, macht 3.  5 ist wieder nur durch 1 teilbar. 6 ist durch 1, 2 und 3 teilbar, macht zusammen 6. Weil die 6 identisch ist mit ihrer Teilersumme empfanden die Pytagor\u00e4er sie als harmonisch.<br> Die 7 ist von den einstelligen Ziffern der Inbegriff einer Primzahl. 6 f\u00fcgt sich in die 2er- und in die 3er-Reihe ein. 7 f\u00fcgt sich in keine Reihe ein. Aber nat\u00fcrlich begr\u00fcndet sie eine eigene Reihe, eben die 7er-Reihe. Die 7 ist in dem Sinne ein &#8222;St\u00f6rrischer Bock&#8220;. Da kommt mir ein Mundart-Sprichwort in den Sinn: D\u00e4 Gschiiter git na und der Esel bliibt stah. Zu Hochdeutsch: der Gescheitere gibt nach und der Esel bleibt stehen. Leider ist das sehr wahr, aber auch dumm. Weil die Intelligenteren nachgeben und die Esel sich durchsetzen, wird die Welt von Eseln regiert. So werden die Esel zu K\u00f6nigen. Und die 7 ist wirklich eine K\u00f6nigin, etwas ganz Besonderes. Schon als Primzahl ist sie ein leuchtendes Muster. Aber auch wenn man irgend eine mehrstellige Zahl durch 7 teilt, kommt ein ganz besonderes Muster zum Vorschein. Eine Zahl, wo die Teilung nicht aufgeht, sondern Dezimalbruch erzeugt, <br> zum Beispiel 17 durch 3 macht 5,6666 unendlich. <br> Oder 17 durch 5 macht 3,4. <br> Oder 17 durch 4 macht 4,25<br> Alles recht bescheiden. <br> Aber 17 durch 7 macht 2,42857142857142857 unendlich. <br> Jaa, die 7 ist die Nobelste, die Stolzeste, vielleicht auch nur die St\u00f6rriste der Einstelligen!<br> So verabschieden wir uns und kommen zur 8. Wir wissen, dass die Fl\u00e4che zweidimensional ist, fl\u00e4chenhaft. Aber der Raum ist dreidimensional, eben r\u00e4umlich. Wenn ein Quadrat 3.47 Meter Seitenl\u00e4nge hat, dann schreibt man f\u00fcr die Inhaltsberechnung hoch2. Die Acht ist ein Symbol f\u00fcr den \u00dcbergang von der Zweidimensionalen zum R\u00e4umlichen: hoch3. Die Acht ist die Einzige von den Einstelligen die hoch3 geht, 2 hoch 3. Die 8 macht einen sehr sch\u00f6nen 8zackigen Stern. Ich empfinde die 8 als den Ordnungstyp schlechthin. <br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/4elemente.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/8ZACK-STERN44.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><br> Die 9 ist 3 hoch 2. Innerhalb der Einstelligen schafft&#8217;s die 3 auch noch, sich ins Quadrat zu setzen. <br> Und da gibt es noch einen ganz anderen Aspekt: In vielen Sprachen ist das Wort neun mit neu verbunden. Die Neun scheint das Neue hervorzubringen. Jedenfalls ist sie die Letzte der Einstelligen. Nach ihr beginnt etwas Neues, das Jenseits.<br> Eine Zahl vom Jenseits k\u00f6nnte ich noch erw\u00e4hnen: Die Teilersumme der 12 \u00fcbersteigt sie selbst. Darum dachten die Pytagor\u00e4er, dass sie die erste Zahl ist, die \u00fcber sich selbst hinausw\u00e4chst, und darum das grosse Vorbild f\u00fcr uns Menschen darstellt. Darum ist sie auch so sch\u00f6n. Es passen da vier 3-Ecke, drei 4-Ecke, zwei 6-Ecke und noch andere Symbole in den 12er-Kreis hinein.                    <br> das habe ich mir nat\u00fcrlich nicht aus den Fingern gesaugt, sondern in B\u00fcchern gelesen, <br> z. B. &#8222;Die geistigen Grundlagen der Zahlen&#8220; von Ernst Bindel oder &#8222;Universalgeschichte der Zahlen&#8220; von Georges Ifrah, oder &#8222;Beremis der Zahlenk\u00fcnstler&#8220; von Malba Tahan     &#8211;  &#8211;  &#8211; &#8211;     Silvester 2018 Johannes<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mathe &#8211; Symbolik auch hier, wie bei der 4-Elementen-Lehre geht es um Unterscheidungskraft, um Differenzierungsf\u00e4higkeit, um die Fantasie den Reichtum an Metaphern, Ebenen und Feinheiten zu sehen. Fangen wir unten an, bei Null. Mathematiker sagen: &#8222;Null ist keine Zahl&#8220;. Das ist relativ richtig. Null ist nichts, vielleicht. 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